Marille und Kindheitserinnerungen

MarillenmitBlätternEine ganz frische Marillenmarmelade – eine süße Kindheitserinnerung. Sie war schön orange, ziemlich flüssig, rann vom Butterbrot auf Hände und Kleidung und schmeckte grandios.

Wenn meine Mutter damals nach einiger Zeit wieder ein Glas öffnete, war die Farbe der Marmelade mehr braun als orange, die Konsistenz fest und sie schmeckte lang nicht mehr so gut. Daran muss ich immer denken, wenn ich selbst Marillenmarmelade einkoche. Meine behält auch nach einem Jahr und länger die schöne Farbe und schmeckt wie am ersten Tag. Warum das so ist, liegt – denke ich – an der damaligen Art des Einkochens. Für 1 kg Frucht nahm man 1 kg Zucker und kochte solange – und das war wirklich lange –, bis die Masse einigermaßen eindickte.

Ich verwende für 1 kg Frucht 250 g Zucker, zusätzlich Apfelpektin und koche das Ganze nur wenige Minuten. Das ist der Unterschied: viel Frucht – wenig Zucker und das schmeckt man auch!

Zur Marillenmarmelade kommt noch (echte) Vanille dazu – schmeckt noch besser!

Marille am Baum